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Bildbearbeitungsprogramm - Test 2026

Zuletzt aktualisiert am 01. Februar 2026 - In Media KG von Sandra Raun
Inhaltsverzeichnis

Was brauchen Sie wirklich? Bei Bildbearbeitungsprogrammen gilt – wie bei anderer Software auch: Die Auswahl ist riesig. Gleichzeitig unterscheiden sich die Tools teils deutlich beim Funktionsumfang, bei der Bedienung und natürlich beim Preis. Damit Sie sich leichter orientieren können, haben wir aus dem breiten Angebot die spannendsten Optionen herausgefiltert und in einem großen Vergleich gegeneinander antreten lassen.

Bildbearbeitungsprogramm: Photoshop, Luminar etc. im Test

Direkt vorab: Das eine perfekte Bildbearbeitungsprogramm gibt es nicht. Dafür sind Anforderungen und Arbeitsweisen zu unterschiedlich. Die gute Nachricht: Für nahezu jeden Einsatzzweck finden Sie eine passende Lösung. Genau deshalb haben wir zwölf sehr unterschiedliche Kandidaten getestet – vom klassischen RAW-Editor bis hin zum modernen Kreativstudio mit KI-Funktionen.

Tipp

Bildbearbeitung und KI

Ein Punkt ist im Test besonders deutlich geworden: Künstliche Intelligenz verändert die Bildbearbeitung spürbar. Dabei geht es nicht nur um generative KI, also um das Erstellen komplett neuer Motive oder Objekte. Viel häufiger hilft KI ganz praktisch im Alltag – etwa beim Freistellen, beim Austauschen oder Anpassen von Hintergründen, bei Retusche-Aufgaben und vielen weiteren Korrekturen. Wer diese Entwicklung ignoriert, verliert schnell an Tempo.

In unserem Vergleich sind GIMP und Affinity Photo Beispiele für Programme, die zuverlässig arbeiten – allerdings in vielen Bereichen eher klassisch und damit stärker manuell. Das wirkt im Jahr 2026 stellenweise einfach nicht mehr zeitgemäß. Denn warum sollten Sie minuten- oder stundenlang mühsam freistellen, wenn moderne Software das in Sekunden per Klick erledigen kann? Auf der anderen Seite gilt aber auch: Zu viel KI ist nicht automatisch besser – entscheidend ist, dass die Funktionen sinnvoll unterstützen und Sie die Kontrolle behalten.

Bildbearbeitungsprogramme mit guten bis sehr guten Resultaten

Wenn es Ihnen vor allem um ein sauber und professionell bearbeitetes Foto geht, liefern alle getesteten Programme gute bis sehr gute Resultate – jedes auf seine eigene Art. Patzer oder echte Ausfälle gab es dabei nicht. Entscheidend ist vielmehr, ob Ihnen die Bedienung liegt und welche Funktionen für Ihre Arbeit wirklich wichtig sind. Genau nach diesen Kriterien haben wir auch getestet.

Adobe Photoshop CC 2026

Adobe Photoshop CC 2026 bleibt der Bildbearbeitungsstandard und baut seinen Vorsprung gerade bei KI-gestützten Retuschen weiter aus. Im aktuellen Stand ist spürbar, dass Adobe weniger auf Showeffekte setzt, sondern echte Workflow-Bremsen löst: Clarity, Dehaze und Grain gibt es jetzt als echte Einstellungsebenen – maskierbar, stapelbar und jederzeit nachjustierbar, ohne Umwege über Camera-Raw-Filter oder Smart-Object-Tricks. Gerade für selektive Looks ist das ein großer Gewinn.

Apropos KI: Generative Fill und Generative Expand liefern inzwischen sichtbar bessere Ergebnisse – unter anderem durch höhere Ausgabeauflösung (bis 2K) und eine gezieltere Modell-/Intent-Auswahl. Auch das Entfernen störender Elemente im Bildbearbeitungsprogramm gelingt konsistenter; selbst heikle Hintergründe wirken seltener „verschmiert“. Praktisch ist außerdem, dass Referenzbilder beim Einfügen von Objekten stärker auf Geometrie, Perspektive und Licht achten, was Wiederholungen im Look erleichtert.

Aber – ganz Photoshop-typisch – bleibt die Funktionsfülle Fluch und Segen: Vieles ist hervorragend, manches versteckt, und neue KI-Features wirken teils noch wie „dazugewachsen“ statt sauber einsortiert. Wer sich aber einarbeitet, bekommt weiterhin das umfassendste Paket im Feld – von RAW über Masken bis Compositing.
Hauptmerkmale:
  • Ebenenfunktionalität
  • KI-Korrekturen
  • Umfangreiche Retuschewerkzeuge
  • Camera-Raw-Modul
Vorteile:
  • Hervorragende Bildkorrektur
  • Sehr präzise Detailbearbeitung
  • Großes Plug-in- und Preset-Angebot
  • Industriestandard in vielen Branchen
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows 11/10 (64-Bit), macOS 10.15 oder neuer
Prozessor: Intel/AMD Mehrkern oder Apple Silicon
Arbeitsspeicher: 8 GB RAM (16 GB empfohlen)
Grafikkarte: GPU mit DirectX 12 / Metal Unterstützung, 1,5–4 GB VRAM
Speicherplatz: ca. 20 GB Downloadgröße, SSD empfohlen
Lizenz: Adobe Creative Cloud Abo
Preis: ab ca. 35,69 €/Monat
Bewertung*
1,2
sehr gut
Adobe Photoshop CC 2026
02/2026

Adobe Lightroom

Adobe Lightroom (inklusive Lightroom Classic) ist weiterhin die Schaltzentrale für RAW-Workflow, Import, Auswahl und Entwicklung – und Adobe schiebt die Automatik spürbar in Richtung „schneller fertig“. In den aktuellen Updates gefallen vor allem die Foto-spezifischen KI-Helfer: Adaptive Landscape-Presets liefern zügig einen brauchbaren Startpunkt, und die Maskierung wird feinfühliger – sogar ein eigener „Snow“-Anteil lässt sich erkennen und separat bearbeiten.

Stark sind auch die Retusche-Verbesserungen: Das Objekt-Erkennen berücksichtigt nun Schatten und Spiegelungen, was das Entfernen von Elementen deutlich sauberer macht. Dazu kommt ein schnelleres, verbessertes Tool zur Reflexionsentfernung – praktisch für Glas, Displays oder schwierige Lichtquellen. Für HDR-Arbeit gibt es zudem einen Regler, der den Headroom schneller einfangt, ohne dass man sich durch mehrere Korrekturwege hangeln muss.

Gewöhnungsbedürftig bleibt eher das „Zwei-Welten“-Prinzip vom Bildbearbeitungsprogramm: Classic fühlt sich wie der robuste Katalog-Profi an, während Lightroom (Cloud) stärker auf Sync und Gerätewechsel zielt. Beim Arbeiten überzeugt der Fluss trotzdem – gerade, weil moderne Features wie Lens Blur und Entrauschen zunehmend „auf Knopfdruck“ funktionieren (solange man sie nicht überzieht). Insgesamt ist Lightroom weniger Spielwiese als Produktionsstraße – und genau das macht es so stark.
Hauptmerkmale:
  • Gute Fotoverwaltung
  • Bearbeitung ganzer Bildserien
  • Selektive Bildkorrekturen
  • Geräteübergreifendes Arbeiten
Vorteile:
  • Schneller einheitlicher Look für viele Fotos
  • Übersicht bei großen Fotobeständen
  • Sehr guter Bearbeitungsworkflow
  • Zuverlässiger Datenexport für viele Zwecke
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows, macOS, iOS, Android
Lizenzen: Abo
Download-Größe: ca. 1 GB
Festplattenspeicher: ab ca. 20 GB frei
Arbeitsspeicher: ab 8 GB RAM
Preis: ab ca. 14,49 €/Monat
Bewertung*
1,3
sehr gut
Adobe Lightroom
02/2026

Affinity Photo 2.6

Affinity Photo 2.6 bleibt der Preis-Leistungs-Tipp für alle, die eine vollwertige Ebenen- und Retusche-Umgebung ohne Abo suchen. Der Hersteller aktualisiert eher gemächlich, dafür wirkt vieles solide durchdacht: Die Oberfläche ist aufgeräumt, der Ebenendialog angenehm übersichtlich, und klassische Aufgaben wie Composings, Montagearbeiten oder grafische Elemente gelingen schnell. Auch die integrierte RAW-Entwicklung liefert einen guten Startpunkt – Belichtung, Farben, Objektivkorrekturen und Details bekommt man sauber in den Griff, ohne dass man permanent das Gefühl hat, gegen das Bildbearbeitungsprogramm zu arbeiten.

Stark ist Affinity überall dort, wo es ums „Handwerk“ geht: Ebenenmodi, Masken, Pfade, Text, Export – das sitzt und fühlt sich an vielen Stellen erfreulich direkt an. Aber – die Automatik hält mit den Top-Konkurrenten nicht immer Schritt. Intelligente Auswahlwerkzeuge und KI-gestützte Retusche sind zwar vorhanden, wirken aber weniger treffsicher und verlangen häufiger Nacharbeit. Auch das Persona-Konzept bleibt Geschmackssache: Wer neu einsteigt, muss erst verstehen, warum Funktionen in unterschiedliche Arbeitsbereiche aufgeteilt sind. Insgesamt ist Affinity Photo sehr leistungsfähig und zuverlässig, nur bei Tempo und smarten Helfern merkt man, wie schnell sich der Markt gerade bewegt.
Hauptmerkmale:
  • Einmalkauf ohne Abo
  • Live-Filter und Live-Effekte
  • PSD-Unterstützung
  • Panorama- und HDR-Funktionen
Vorteile:
  • Planbare Kosten
  • Starke Leistung auf vielen Rechnern
  • Profi-Funktionen zu kleinerem Preis
  • Arbeiten ohne Internet möglich
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows, macOS, iPadOS
Lizenzen: Einmalkauf pro Plattform oder Universal License
Download-Größe: ca. 550 MB – bis zu 1,5 GB
Festplattenspeicher: ab 2-5 GB frei
Arbeitsspeicher: ab 8 GB RAM empfohlen
Preis: Einzelversion ca. 74,99 €, Universal ca. 179,99 €
Bewertung*
1,4
sehr gut
Affinity Photo 2.6
02/2026

DxO PhotoLab 8

DxO PhotoLab 8 setzt konsequent auf seine Messdaten-Philosophie: Beim Öffnen greift die Bildbearbeitungssoftware auf Kamera- und Objektivmodule zu und liefert eine automatische Grundkorrektur, die oft schon erstaunlich rund wirkt. Verzerrungen, Randabschattung und Schärfeverteilung werden früh sauber gezogen, dazu kommt eine nachvollziehbare RAW-Entwicklung mit vielen Stellschrauben. Schön ist, dass PhotoLab dabei nicht „überkorrigiert“, sondern eher wie ein guter Assistent arbeitet – man startet mit einem soliden Bild und entscheidet dann selbst, wie weit man geht.

Begeisternd ist weiterhin die Entrausch-Engine: Gerade bei hohen ISO-Werten bekommt man Details zurück, ohne dass Haut oder feine Strukturen sofort wachsartig wirken. Dazu passen die lokalen Korrekturen mit dem Bildbearbeitungsprogramm, die sich präzise auf Bereiche legen lassen – per Pinsel, Verlauf oder Kontrollpunkten, und die Automaskierung hilft meist zuverlässig beim Eingrenzen. Aber – der Workflow hat auch seine Eigenheiten: Manche Funktionen sind tief verschachtelt, und je nach Motiv kann die Automatik bei Hauttönen oder Sättigung etwas zu beherzt sein, sodass man nachregeln muss. Insgesamt fühlt sich PhotoLab 8 wie eine Spezialisten-Fotosoftware an: weniger Spielerei, mehr Qualität – ideal, wenn man große RAW-Mengen effizient und mit hoher Detailtreue bearbeiten will.
Hauptmerkmale:
  • Automatische Objektivkorrekturen
  • Herausragende Bildentrauschung
  • RAW-Entwicklung
  • Lokale Korrekturen
Vorteile:
  • Deutlich bessere Ergebnisse bei wenig Licht
  • Weniger Aufwand durch automatische Korrekturen
  • Sehr natürliche Details
  • Starke Basisqualität schon nach wenigen Klicks
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows, macOS
Lizenzen: Einmallizenz (Standard / Elite), kostenlose Testversion verfügbar
Download-Größe: ca. 700 MB + Module
Festplattenspeicher: ab ca. 5–10 GB frei empfohlen
Arbeitsspeicher: ab 8 GB RAM empfohlen
Preis: ab ca. 229 € (Elite-Version)
Bewertung*
1,8
gut
DxO PhotoLab 8
02/2026

Luminar Neo

Luminar Neo positioniert sich weiterhin als KI-getriebene Komfort Bildbearbeitungssoftware: Viele Bearbeitungen sind so gebaut, dass man mit wenigen Reglern schnell zu einem „fertigen“ Look kommt – und genau da spielt Neo seine Stärken aus. Himmel-Austausch samt Spiegelungslogik, AtmosphereAI für Dunst/Nebel, Sunrays für Lichtstrahlen und die typischen One-Slider-Verbesserungen funktionieren im Alltag angenehm flott und sind oft erstaunlich treffsicher.

Spannend ist, dass Skylum Neo zuletzt nicht nur mit Generative-Tools (GenErase, GenExpand, GenSwap) ausgebaut hat, sondern auch am Gesamtpaket schraubt: Mit dem Fall-Update kamen ein geräteübergreifendes „Ecosystem“ plus Web-Galerien („Spaces“), eine automatische Fotorestaurierung für alte Scans sowie „Light Depth“ als modernisierte Lichtsteuerung. Dazu gesellt sich ein neuer KI-Assistent, der Ziele in Arbeitsschritte übersetzt und auf Wunsch Varianten vorschlägt – eher als Tutor denn als Vollautomat.

Aber – bei Generative gilt weiterhin: Die Resultate schwanken je nach Motiv stark und sind nicht immer „auf Anhieb“ druckreif, oft braucht es mehrere Anläufe. Und ein Detail, das man kennen sollte: Je nach Lizenzmodell sind die Generative-Tools zeitlich begrenzt nutzbar (ein Jahr ab Kaufdatum), was man in der Praxis einplanen muss.
Hauptmerkmale:
  • KI-Funktionalität
  • Vorlagen für Looks
  • Sky- und Hintergrund-Tools
  • Ebenen und Masken
Vorteile:
  • Schnelle Wow-Ergebnisse
  • Geringe Einarbeitungszeit
  • Kreative Looks ohne viele Einstellungen
  • Ideal für schnelle Social-Media-Bilder
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows, macOS
Lizenzen: Einmalkauf oder Abonnement (Lifetime-Option verfügbar)
Download-Größe: ca. 5 GB
Festplattenspeicher: mindestens 10 GB frei
Arbeitsspeicher: ab 8 GB RAM, empfohlen 16 GB
Preis: ab ca. 69 € (Vollversion)
Bewertung*
1,9
gut
Luminar Neo
02/2026

CyberLink PhotoDirector 365

CyberLink PhotoDirector 365 will das All-in-One Bildbearbeitungsprogramm für alle sein, die viel KI „out of the box“ wollen – ohne sich in Profi-Workflows zu verlieren. Der Hersteller packt Generative-Themen sehr offensiv an: AI Model Lab bündelt aktuelle Modelle, dazu kommen Text-zu-Bild, Bild-zu-Video, Face Swap (sogar mehrfach), Anime-/Art-Stile und etliche Quick-Actions, die mit einem Klick Looks und Korrekturen vorschlagen. Gleichzeitig gibt’s klassische Basis: RAW-Support, Ebenenbearbeitung, Batch-Tools und ein insgesamt recht zugängliches Bedienkonzept.

Richtig gut sind die „handfesten“ Reparatur-Werkzeuge: Deblur, Denoise, Upscale und ein KI-Objektentferner, der sich auch an Leitungen, Personen und Hintergründen versucht – plus solide Porträtretusche mit vielen Reglern. Für Einsteiger macht das Spaß, weil man schnell sichtbare Ergebnisse bekommt und nicht jeden Schritt maskieren muss.

Aber – genau wie bei vielen KI-Suiten ist die Trefferquote nicht immer stabil. Tests kritisieren, dass etliche AI-/Generative-Funktionen eher „Hit or Miss“ sind und teils unnatürlich wirken, während die traditionellen Regler am zuverlässigsten bleiben. Dazu kommt ein Credits-System für bestimmte KI-Features, das man im Blick behalten muss, wenn man viel generativ arbeitet.
Hauptmerkmale:
  • Porträt- und Personenkorrekturen
  • KI-Korrekturen
  • Ebenenbearbeitung
  • Animierte Fotoeffekte
Vorteile:
  • Viele Funktionen in einem Programm
  • Einfacher Einstieg durch Assistenten
  • Schnelle Ergebnisse bei Porträts
  • Gute Mischung aus Foto und Kreativeffekten
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows 11 und 10 (64-Bit, Windows 11 Arm64 unterstützt), macOS 10.14/10.15
Lizenzen: Abo (PhotoDirector 365) – monatlich oder jährlich
Download-Größe: ca. 430–620 MB (je nach Plattform/Installer)
Festplattenspeicher: 10 GB frei
Arbeitsspeicher: 4 GB RAM (für KI-Stilfunktionen 8 GB empfohlen)
Preis: ab 3,33 €/Monat bzw. ab 39,99 €/Jahr
Bewertung*
1,9
gut
CyberLink PhotoDirector 365
02/2026

Corel PaintShop Pro

Corel zielt mit PaintShop Pro ganz bewusst auf Windows-Nutzer, die klassische Bildbearbeitung ohne Abo wollen – und genau so fühlt sich das Bildbearbeitungsprogramm auch an: eher Werkzeugkasten als Kreativ-Show. Ebenen, Masken, Retusche, Text und Effekte sind schnell greifbar, und vieles ist so gebaut, dass man ohne lange Einarbeitung zu brauchbaren Resultaten kommt. Im Alltag gefällt, dass typische Fotoaufgaben zügig erledigt sind: Korrekturen, kleine Montagen, ein paar Looks drüber – fertig. Es wirkt nicht geschniegelt, aber praktisch.

Apropos Praxis: PaintShop punktet mit Assistenten und einem recht direkten Workflow. Wer viel „Handarbeit“ macht, findet solide Auswahl- und Ebenenfunktionen, dazu ordentliche Reparatur-Werkzeuge für Staub, Störer oder kleinere Retuschen. Und ja – ein bisschen „Moderne“ steckt auch drin: Automatik-Helfer für Freistellung, Porträt-Optimierung und Stil-Effekte sind schnell und machen Spaß, solange man sie nicht als Wunderwaffe versteht.

Aber – man merkt auch, dass PaintShop Pro nicht im selben Innovationsrhythmus rennt wie die großen Abo-Suiten: KI-Funktionen wirken eher wie nützliche Extras als wie eine neue Arbeitsweise, und an manchen Stellen fühlt sich das Ganze etwas traditionell an. Insgesamt bleibt PaintShop Pro damit die solide, berechenbare Lösung: stark für klassische Bildbearbeitung, weniger für „immer als erstes die neuesten Magie-Tools“.
Hauptmerkmale:
  • Einmalkauf ohne Abo
  • Skripte und Automatisierung
  • Grafik- und Textwerkzeuge
  • RAW-Unterstützung
Vorteile:
  • Viele Werkzeuge für Windows-Nutzer
  • Schnelle Wiederholaufgaben durch Automatisierung
  • Gute All-in-one-Lösung für Hobbyprojekte
  • Viele Vorlagen und Effekte
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows
Lizenzen: Lebenslange Lizenz, Testversion verfügbar
Download-Größe: ca. 200 MB
Festplattenspeicher: 2–4 GB frei
Arbeitsspeicher: ab 8 GB RAM empfohlen
Preis: ab ca. 29,90 € (Vollversion)
Bewertung*
2,0
gut
Corel PaintShop Pro
02/2026

GIMP

GIMP hat sich still und stetig zur ernstzunehmenden Alternative entwickelt – nicht, weil es plötzlich alles automatisch kann, sondern weil der Unterbau moderner geworden ist und der Workflow an vielen Stellen weniger bockig wirkt. Gerade die 3er-Linie bringt spürbar mehr Komfort: Effekte lassen sich in vielen Fällen deutlich flexibler handhaben, und man arbeitet insgesamt weniger „endgültig“ am Bild. Das macht die Bildbearbeitungssoftware GIMP vor allem für experimentelle Looks und sauberes Ebenenarbeiten angenehmer – ohne dass man sich wie in einer abgespeckten Demo fühlt.

Schön ist außerdem die Vielseitigkeit: Ebenen, Masken, Pfade, Texte, Export – alles da, und mit Plugins lässt sich das System weiter ausbauen. Wer mag, kann sehr präzise arbeiten, und GIMP bleibt dabei erstaunlich leistungsfähig, gerade wenn man sich einmal an die Logik gewöhnt hat. Apropos Gewöhnung: Viele Funktionen sind mächtig, aber nicht immer da, wo man sie erwartet – man arbeitet eher „werkstattig“ als geführt.

Aber – genau das ist auch der Punkt: GIMP bleibt keine One-Click-KI-Suite. Freistellen, Retusche und komplexe Auswahlen gelingen, verlangen aber häufiger Handarbeit und Nachpflege als bei den KI-Schwergewichten. Wer Kontrolle mag und bereit ist, sich einzuarbeiten, bekommt dafür eine reife Bildbearbeitung ohne laufende Kosten – mit deutlich weniger Reibungspunkten als früher.
Hauptmerkmale:
  • Open-Source-Programm
  • Stark anpassbare Oberfläche
  • Plug-ins und Erweiterungen
  • Ebenenbearbeitung
Vorteile:
  • Kostenlos
  • Große Community und viele Tutorials
  • Flexibel für viele Aufgaben
  • Auf vielen Systemen verfügbar
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux
Lizenzen: Open-Source (GPL), kostenlos
Download-Größe: ca. 50–800 MB
Festplattenspeicher: ab 1 GB frei
Arbeitsspeicher: ab 4 GB RAM
Preis: Kostenlos
Bewertung*
2,2
gut
GIMP
02/2026

Paint.NET

Paint.NET bleibt der schnelle Favorit für „mal eben“ – nur eben mit Ebenen und deutlich mehr als ein reiner Screenshot-Editor. Das Bildbearbeitungsprogramm fühlt sich leichtfüßig an: Starten, bearbeiten, speichern – ohne Ballast und ohne dass man sich durch Menüs kämpfen muss. Gerade für einfache Montagen, Korrekturen, Zuschnitt, Text und Effekte passt das Tempo, und die Oberfläche ist so klar, dass man im Prinzip sofort weiß, wo was liegt. Sprich: Perfekt, wenn Bildbearbeitung nebenbei passieren soll.

Stark ist auch die Community-Richtung: Wer mehr braucht, erweitert Paint.NET über Plugins – zusätzliche Effekte, neue Werkzeuge oder bessere Formatunterstützung sind schnell nachgerüstet. Im Alltag macht genau das den Reiz aus: Die Basis bleibt schlank, aber man kann sie in die Richtung schieben, die man wirklich nutzt. Und viele Effekte laufen flott, was bei Serienarbeiten oder schnellen Variationen wirklich angenehm ist.

Aber – Paint.NET will keine Profi-Suite ersetzen: RAW-Workflows sind nicht der Kern, komplexe Maskenlogik und High-End-Retusche sind eher „geht irgendwie“ als „macht Spaß“. Insgesamt ist es die pragmatische Lösung für Windows: schnell, übersichtlich, zuverlässig – ideal für alles, was nicht nach Studio-Workflow schreit.
Hauptmerkmale:
  • Sehr schlankes Programm
  • Einfaches Ebenensystem
  • Plug-in-Unterstützung
  • Grundlegende Effekte und Filter
Vorteile:
  • Sehr schnelle Bedienung
  • Geringe Systembelastung
  • Ideal für schnelle Korrekturen
  • Übersichtliche Oberfläche
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows
Lizenzen: Kostenlos (Freeware)
Download-Größe: ca. 79,5 MB
Festplattenspeicher: ab ca. 500 MB frei
Arbeitsspeicher: ab 4 GB RAM
Preis: Kostenlos
Bewertung*
2,3
gut
Paint.NET
02/2026

RawTherapee

RawTherapee richtet sich an alle, die RAW-Entwicklung nicht als Look-Automat, sondern als präzises Handwerk verstehen. Das Bildbearbeitungsprogramm bietet enorm viele Stellschrauben: Details, Tonwerte, Farbe, Demosaicing, Schärfung, Rauschreduzierung – alles ist fein dosierbar und auf Bildqualität getrimmt. Wer sich einarbeitet, bekommt aus schwierigen Dateien oft sichtbar mehr heraus, als man mit „ein Klick und fertig“ erwarten würde. Dabei bleibt alles non-destruktiv, und über Profile lässt sich ein eigener Stil konsistent reproduzieren.

Begeisternd ist die Kontrolle: Man kann sehr gezielt eingreifen, ohne dass die Bildbearbeitungssoftware ständig mit eigenem Geschmack dazwischenfunkt. Apropos Geschmack: RawTherapee wirkt anfangs nüchtern und technisch – aber genau das ist seine Stärke. Viele Werkzeuge sind logisch gruppiert, und wenn man den Workflow verstanden hat, arbeitet man erstaunlich flott, auch bei großen Bildmengen. Der Export ist flexibel, und Batch-Verarbeitung gehört hier ganz selbstverständlich dazu.

Aber – Komfort-Automatik ist nicht die Paradedisziplin. Wer schnelle, intelligente Masken und KI-Retusche erwartet, wird eher gebremst, und die Oberfläche ist eher „Labor“ als „Assistent“. Insgesamt ist RawTherapee damit die richtige Wahl für Qualitäts-Fans und Tüftler – weniger für alle, die in fünf Minuten zum fertigen Social-Post wollen.
RawTherapee
Hauptmerkmale:
  • RAW-Entwicklung
  • Nicht-destruktive Bearbeitung
  • Feine Farb- und Tonwertsteuerung
  • Stapelverarbeitung
Vorteile:
  • Sehr hohe Kontrolle über Bildlook
  • Hohe Bildqualität aus RAW-Dateien
  • Gute Alternative für Technik-Fans
  • Geeignet für viele Kameramodelle
Technische Daten:
Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux
Lizenzen: Open-Source / Kostenlos
Download-Größe: ca. 120 MB
Festplattenspeicher: ab ca. 0,5 GB frei empfohlen
Arbeitsspeicher: ab 8 GB RAM empfohlen
Preis: Kostenlos
Bewertung*
2,3
gut
RawTherapee
02/2026

Photopea

Photopea bringt das „Photoshop-Gefühl“ direkt in den Browser – und das ist im Alltag oft genau die Rettung, wenn man schnell an einem Rechner ohne installiertes Bildbearbeitungsprogramm arbeiten muss. Die Oberfläche wirkt vertraut, Ebenen und Masken funktionieren wie erwartet, und selbst komplexere Dateien lassen sich erstaunlich unkompliziert öffnen und weiterbearbeiten. Praktisch ist die Formatbreite: Wer mit PSDs arbeitet oder Dateien aus unterschiedlichen Design-Tools auf dem Tisch hat, kommt häufig ohne Umwege ans Ziel. Sprich: Es ist weniger Spielerei als ein echter Notfall- und Schnellarbeitsplatz.

Stark sind die klassischen Werkzeuge: Auswählen, retuschieren, montieren, exportieren – das klappt zuverlässig, und viele typische Jobs sind in Minuten erledigt. Dazu kommen Komfortfunktionen, die genau auf Online-Workflows zielen: schnell skalieren, webtauglich speichern, Varianten exportieren. Apropos Varianten: Gerade für Social-Assets oder schnelle Banner/Mockups ist Photopea angenehm effizient, weil man nicht erst eine Umgebung „aufbauen“ muss.

Aber – als Browser-Tool hat das Ganze natürlich Grenzen: Performance hängt am Rechner und am Projekt, und sehr große Dateien fühlen sich irgendwann zäh an. Außerdem arbeitet man häufig im Spannungsfeld aus „kostenlos“ und „werbefrei/komfortabel“. Insgesamt ist Photopea damit erstaunlich mächtig für zwischendurch – nur eben nicht die Fotosoftware, in der man jeden Tag zehn Stunden High-End-Compositing machen möchte.
Hauptmerkmale:
  • Browserbasierte Bildbearbeitung
  • PSD-Dateien öffnen und speichern
  • Ebenen und Masken
  • Arbeiten mit Vorlagen
Vorteile:
  • Keine Installation nötig
  • Arbeiten auf fast jedem Gerät möglich
  • Schnell für kleine Änderungen
  • Praktisch für Notfälle unterwegs
Technische Daten:
Betriebssysteme: Plattformunabhängig (Browser)
Lizenzen: Kostenlos mit Werbung; Premium ohne Werbung
Download-Größe: keine Installation erforderlich
Festplattenspeicher: gering
Arbeitsspeicher: ab ca. 4-8 GB RAM empfohlen
Preis: Kostenlos; Premium ab ca. 3,33 €/Monat
Bewertung*
2,3
gut
Photopea
02/2026

Canva

Canva denkt nicht in Ebenen und Pixeln, sondern in Ergebnissen: Vorlagen aufziehen, Inhalte rein, Branding halten, Formate raus – und das bitte in Minuten. Genau darin liegt die Stärke: Für Social, Präsentationen, Flyer oder kleine Videos ist Canva eine Produktionsstraße, die extrem schnell zu konsistenten Ergebnissen führt. Im Alltag begeistert, wie wenig „Design-Schmerz“ übrig bleibt: Abstände, Typo-Hierarchien, Layout-Raster – vieles ist so gebaut, dass es automatisch ordentlich aussieht. Sprich: Weniger Grübeln, mehr Output.

Apropos Output: Teamfunktionen, Brand-Kits und das Teilen/Kommentieren sind klar auf Zusammenarbeit getrimmt. Dazu kommen KI-Helfer, die Entwürfe, Texte und Bildideen liefern und Varianten vorschlagen – nicht immer perfekt, aber oft ein sehr guter Startpunkt. Gerade wenn man viele Formate braucht (Post, Story, Banner, Slide), spielt Canva seine Stärke aus: Ein Design, zehn Ausgaben, ohne dass man jedes Mal neu bauen muss.

Aber – wer ein echtes Bildbearbeitungsprogramm erwartet, stößt an Grenzen. Feine Retusche, anspruchsvolle Masken oder präzise Farb-/RAW-Workflows sind nicht Can­vas Kern – und manche KI-Ergebnisse wirken eher „brauchbar“ als „druckreif“. Insgesamt ist Canva damit das ideale Tool für schnelle, saubere Content-Produktion – nur nicht der Ort, an dem man Pixelperfektion bis ins letzte Detail ausfechtet.
Hauptmerkmale:
  • Vorlagen für Social Media und Druck
  • Drag-and-drop Editor
  • Teamfunktionen und Freigaben
  • Marken-Kit für Farben und Schriften
Vorteile:
  • Sehr schneller Content-Erstellung
  • Einheitliches Design ohne Vorkenntnisse
  • Einfaches Arbeiten im Team
  • Direkter Export in viele Formate
Technische Daten:
Betriebssysteme: Plattformunabhängig (Browser); Desktop-App für Windows 11/10 und macOS; Mobile: iOS/Android
Lizenzen: Free (kostenlos); Pro/Teams/Business als Abo
Download-Größe: keine Installation nötig (Web); Desktop-Download ca. 180,7 MB (Windows, je nach Version/Quelle)
Festplattenspeicher: gering bei Webnutzung; für Desktop-App ab ca. 1 GB frei empfohlen
Arbeitsspeicher: ab 1 GB RAM (4 GB empfohlen)
Preis: Kostenlos; Pro ab ca. 12,00 €/Nutzer/Monat (je nach Abrechnung/Plan)
Bewertung*
2,4
gut
Canva
02/2026

* Die Bewertungen basieren auf eigenen Tests und einer redaktionellen Einschätzung. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Preise, Funktionen und Systemanforderungen können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben auf den Herstellerseiten.

Fazit: Das beste Bildbearbeitungsprogramm 2026

Noch nie war Bildbearbeitung so flexibel – und zugleich so stark davon geprägt, wie Sie persönlich am liebsten arbeiten. Unser Vergleich macht deutlich: Ein einziges "bestes" Bildbearbeitungsprogramm gibt es nicht. Stattdessen finden Sie für nahezu jeden Anspruch ein passendes Tool.

Wenn Sie maximale Kontrolle wünschen und ein umfassendes Profi-Arsenal benötigen, sind Sie mit Adobe Photoshop CC gut aufgehoben. Möchten Sie hingegen schnell zu überzeugenden Ergebnissen kommen und lieber über Regler und Assistenten arbeiten, bieten Luminar Neo, Paint.NET oder Corel PaintShop Pro eine sehr komfortable Herangehensweise.

Für alle, die bewusst klassisch und per Hand eingreifen möchten, bleiben GIMP und Affinity Photo zuverlässige Optionen – auch wenn sie im KI-geprägten Alltag mittlerweile etwas weniger modern wirken. Gleichzeitig zeigt der Test: Künstliche Intelligenz ist in der Bildbearbeitung längst mehr als ein Gimmick. In vielen Programmen gehört sie inzwischen fest zum Werkzeugkasten.

Allerdings gilt auch: KI liefert nicht automatisch Spitzenqualität. Gute Resultate entstehen erst dann, wenn Automatik und Feinkontrolle sinnvoll zusammenspielen. Am Ende entscheidet für Sie die Kombination aus Bedienkomfort, Funktionsumfang und der Qualität der Ergebnisse.

Unterm Strich schneiden alle getesteten Programme gut bis sehr gut ab. Egal, ob Sie fotografieren, kreativ experimentieren oder Ihre Bilder vor allem effizient organisieren möchten: Mit dem richtigen Bildbearbeitungsprogramm wird die Arbeit am Foto eher zum Spaß als zur Geduldsprobe.

Weitere Referenzen zu Bildbearbeitung, Grafiksoftware und Bildbearbeitungsprogramm:

Wikipedia: Bildbearbeitung

Wikipedia: Grafiksoftware

SELFHTML: Grundbegriffe der Bildbearbeitung



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